Unser Whitepaper

Lysa ist eine automatisierte Vermögensverwaltung, die die Rendite der Kunden auf Basis ihrer individuellen Ziele, finanziellen Situation und Risikobereitschaft maximiert. Dieses Whitepaper beschreibt, wie wir das tun. Bei Fragen können Sie uns gerne hier kontaktieren.

1. Lysas Anlagephilosophie

 

Lysas Anlagephilosophie ist einfach, einheitlich und effektiv. Lysa glaubt daran, dass eine gute Vermögensverwaltung individualisiert, evidenzbasiert und transparent sein soll.

Individualisiert: Zunächst analysiert Lysa die Bereitschaft und Kapazität der Anleger sich verschiedenen Anlagerisiken auszusetzen. Darauf aufbauend und unter Berücksichtigung der finanziellen Ziele, finanzieller Situation und Präferenzen der Anleger erstellt und verwaltet Lysa individualisierte Portfolios. Dabei legt Lysa großen Wert darauf, dass Kunden sich keine Sorgen um die Entwicklung ihres Portfolios machen müssen und Risiken nur zu dem Grad aufnehmen, der zu ihren Risikopräferenzen passt.

Evidenzbasiert:  Lysas Ansatz zur Vermögensverwaltung liegen empirische Daten und validierte, akademische Forschungsergebnisse zugrunde. Diese geben die Richtlinien vor, wie ein Anleger optimal investieren sollte. Die wichtigsten Schlussfolgerungen sind die folgenden:

  1. Risiko und erwartete Rendite korrelieren stark miteinander. Deshalb müssen Anleger, die eine höhere Rendite erreichen wollen, auch ein höheres Risiko akzeptieren. [1]

  2. Gebühren haben einen großen Einfluss auf die Rendite. Produkte mit geringeren Gebühren, wie beispielsweise Indexanlagen, reduzieren die Kosten des Anlegers und erzielen dadurch eine höhere Rendite. [2]

  3. Gute Diversifikation erhöht die erwartete risikoadjustierte Rendite des Anlegers. [3]

Transparent: Lysa kommuniziert offen, in welche Produkte investiert wird und erläutert auch die Gründe hierfür. Des Weiteren ist Lysas Preisgestaltung eindeutig und einheitlich und beinhaltet keine versteckten Kosten. Lysa legt großen Wert darauf, jeden Kunden gleich zu behandeln; es existieren keine Nebenabsprachen. Lysas interne Organisation ist so aufgebaut, dass Interessenkonflikte minimiert und eliminiert werden. Darüber hinaus wird Lysa niemals versteckte Gebühren verlangen oder Rückvergütungen akzeptieren. [4]

Lysa ist überzeugt von der Interaktion von Mensch und Technik. Lysas Investment-Team hat einen Anlageprozess entwickelt, der Kunden individualisierte Portfolios ermöglicht. Lysa verwendet viel Zeit und Sorgfalt bei der Wahl der besten Fonds. Außerdem hat Lysas Entwicklungs-Team eine intelligente technologische Plattform aufgebaut, die Prozesse insofern rationalisiert, dass die Kosten der Kunden reduziert werden. Somit kann Lysa ein erstklassiges Anlagemanagement zu einem Bruchteil der Kosten von traditionellen Vermögensverwaltern anbieten.

2. Lysas Anlagestrategie

„Welche Rendite kann ich erwarten?“ und „zu welchem Risiko“ sind die beiden wichtigsten Fragen in jeder Anlageentscheidung. Allerdings sind diese Fragen schwer zu beantworten, da weder die erwartete Rendite, noch das zu erwartende Risiko beobachtbar sind. Zwar kann man die realisierte Rendite analysieren, sobald das Investment getätigt wurde und Zeitwerte vorliegen, dennoch ist das Risiko, das für die Rendite aufgenommen wurde, kaum zu beurteilen. Von allen möglichen Ergebnissen wurde nur eins realisiert. Es wären aber auch viele andere, mehr oder weniger erfolgreiche Ergebnisse möglich gewesen. Diese hätten sogar wahrscheinlicher sein können als das tatsächliche Ergebnis.
 

Mit historischen Daten, Logik und Forschung können aber Rückschlüsse auf zukünftige Renditen und Risiken bei einer bestimmten Investition oder einem bestimmten Portfolio gezogen werden.

Lysas Anlageprozess zielt darauf ab, jedem Kunden die richtige Balance zwischen Rendite und Risiko anzubieten. Um dies zu erreichen, hat Lysas Investment-Team folgenden fünfstufigen Prozess entwickelt:

  1. Auswahl der Anlageklassen und Anlagefaktoren

  2. Wahl der Investmentfonds und ETFs (exchange traded funds), die die Anlageklassen und -faktoren am besten repräsentieren

  3. Festlegung der optimalen Kombination zwischen verschiedenen Investmentfonds und ETFs

  4. Individualisierte Zusammenstellung geeigneter Kundenportfolios

  5. Überwachung, Rebalancierung und Aktualisierung der Kundenportfolios

2a. Auswahl der Anlageklassen und Anlagefaktoren

Wissenschaftlern zufolge kann man Renditen für jedes Risikoniveau am besten maximieren, indem man verschiedene Anlageinstrumente mit ähnlichen Risiko- und Renditeprofilen gruppiert, anstatt einzeln in Anlageinstrumente zu investieren [5]. Der erste Schritt in Lysas Anlageprozess besteht darin, verschiedene Anlageinstrumente zu identifizieren und zu bewerten. Eine häufige Methode stellt die Gruppierung von Anlageinstrumenten in Anlageklassen (z.B. Aktien und Anleihen) dar. Bei einer anderen Methode untergliedert man Portfolios und Anlagen danach, wie sich ihre Renditen an bestimmten Faktoren (z.B. Marktfaktor, Small-Cap-Faktor und Kreditfaktor) orientieren. Lysa nutzt in ihrem Anlageprozess beide Methoden und investiert sowohl aus der Perspektive der Anlageklassen als auch aus der der Anlagefaktoren.

Die Anlageklasse bezeichnet Aktien und festverzinsliche Wertpapiere. Faktoren sind eine Sammelbezeichnung für die Quellen der Kovarianz zwischen verschiedenen Vermögenswerten. Beispielsweise bezeichnet das Marktrisiko die Kovarianz der Renditen verschiedener Aktien, der Value-Faktor die Kovarianz der Aktienkurse von Unternehmen mit niedriger Bewertung, der Size-Faktor die Kovarianz der Aktienkurse von kleinen Unternehmen und der Momentum-Faktor die Kovarianz der Aktienkurse von Aktien, deren Wert in letzter Zeit gestiegen ist [6]. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Lysa in Zukunft weitere Faktoren zu den Kundenportfolios hinzufügt. Derzeit existiert allerdings noch kein Anlageinstrument, mit Ausnahme des Marktrisikos, das zu angemessenen Konditionen ein effektives Risikomanagement in umfassend dokumentierten Faktoren ermöglicht.

Lysas Anlageklassen sind Aktien und festverzinsliche Wertpapiere. Aktien setzen Investoren ökonomischem Wachstum aus und bewahren sie zugleich vor Inflationsrisiken. Seit 1918 haben schwedische Aktien reale Renditen in Höhe von 7,1 % pro Jahr erzielt, deutlich mehr als alle anderen Anlageklassen. Festverzinsliche Wertpapiere sind die wichtigste einkommensgenerierende Anlageklasse, haben aber ein begrenztes Wachstumspotenzial [7]. Festverzinsliche Wertpapiere haben eine reale jährliche Rendite, die deutlich unter der der Aktien liegt, nämlich 3,3 % für Anleihen und 2,1 % für Staatsanleihen. Im Laufe der Zeit wird sich die Differenz aufgrund des Zinseszinseffekts vergrößern, wie in Abbildung 1 dargestellt.

Aktien weisen eine höhere Rendite als Anleihen und Staatsanleihen auf, da sie einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Als einen Faktor zur Risikomessung verwendet Lysa die Volatilität. Diese misst, wie sehr sich der Wert einer Anlage über die Zeit verändert oder in welchem Maße dieser schwankt. Je stärker der Wert einer Anlage schwankt, desto höher ist die Volatilität der Anlage [8]. Die Volatilität der Stockholmer Börse liegt seit dem Jahr 2000 bei circa 26 %. Die Volatilität der festverzinsliche Wertpapiere hingegen liegt für den gleichen Zeitraum bei circa 4 %. Die Volatilität von Aktien kann über kurze Zeiträume hinweg sehr hoch sein. Im Jahr 2008 fiel der Wert der Stockholmer Börse um 39 %, im Jahr 1999 hingegen stieg der Wert der Stockholmer Börse um 70 % an.

Eine wichtige Erkenntnis ist, dass die Volatilität über längere Zeiträume hinweg betrachtet in der Vergangenheit eher zurückgegangen ist. Das bedeutet, dass es mit der Zeit umso wahrscheinlicher wird, die erwartete Rendite zu erzielen. Abbildung 2 veranschaulicht die jährliche Rendite des Aktienmarkts über verschiedene Zeiträume hinweg. Aus dieser Darstellung geht hervor, dass der Aktienmarkt insgesamt für alle 15-Jahres-Perioden seit 1918 eine reale jährliche Rendite zwischen -0,4 % und 17,7 % je nach Betrachtungszeitraum erzielt hat.

Abbildung 1: Reale Rendite von Aktien, Anleihen und Staatsanleihen

Abbildung 1. Reale Rendite von schwedischen Aktien, Anleihen und Staatsanleihen 1918-2016 (Frennberg & Hansson, 1992 und Analyse durch Lysa)

Abbildung 2: Maximale und minimale Renditen von Aktien

Abbildung 2. Maximale und minimale jährliche Rendite für schwedische Aktien für verschiedene Zeiträume von 1918-2016 (Frennberg & Hansson, 1992 und Analyse durch Lysa)

Anlageklassen können weiter in Sub-Klassen unterteilt werden. Lysa unterteilt die Anlageklasse der Aktien nach geografischen Gesichtspunkten. Es ist wichtig, Risiken in verschiedenen Ländern ausgesetzt zu sein. Abbildung 3 zeigt, dass Schweden, Dänemark und Finnland im Zeitraum von 1900 bis 2013 eine relativ hohe Aktienrendite erzielt haben. Der Trend in Belgien, Italien und Deutschland hingegen war schwächer. Es ist ungewiss, ob Schweden, Dänemark oder Finnland auch in Zukunft höhere Renditen als andere Länder erzielen werden. Investoren, die in die nordischen Märkte investieren, können daher auch ihre risikogerechte Rendite erhöhen, wenn sie zusätzlich auch in die Märkte anderer Länder investieren.

Abbildung 3: Jährliche reale Rendite für Aktien, Anleihen und Staatsanleihen in verschiedenen Ländern

Abbildung 3. Dimson et al. (2000), zuletzt durch die Autoren aktualisiert in 2015

Auch die Anlageklasse der festverzinslichen Wertpapiere können in weitere Sub-Klassen unterteilt werden. Lysa untergliedert festverzinslichen Wertpapiere  auf Basis des Kreditrisikos sowie der geografischen Lage. Analysen des Kreditrisikos basieren in der Regel auf der Volatilität. Lysa ist der Ansicht, dass diese Art der Kreditrisikomessung sehr bedenklich ist, da es sich bei der Volatilität um eine durchschnittliche Messung über längere Zeiträume handelt und sich daher auf das Risiko unter normalen Bedingungen bezieht. Bei starken Marktschwankungen kann sich diese Anlageklasse anders verhalten als im Normalfall. Deshalb berücksichtigt Lysa auch das Verhalten der Anlageklassen in solchen negativen Szenarien. Bei starken Marktschwankungen nimmt die Korrelation zwischen den Anlageklassen zu, so dass es schwieriger wird, den Anlagewert zu wahren [9], siehe Tabelle 1.

Tabelle 1. Re (2014). Prozentuale Wertentwicklung der verschiedenen Anlageklassen währen der Finanzkrise 2008

 

Lysa konzentriert sich deshalb auf Anleihen, die das Vermögen der Anleger bei Marktschwankungen bewahren. Auf Basis eines sorgfältigen Auswahlverfahrens hat Lysa die in Tabelle 2 aufgeführten Sub-Klassen ausgewählt.

Tabelle 2: Anlageklassen und Sub-Klassen, in die Lysa investiert

Anlageklasse

Vorteil

Tabelle 1: Entwicklung der verschiedenen Anlageklassen in der Finanzkrise 2008 

Anlageklasse

Bewertung

Wertzunahme/-abnahme im Jahr 2008
(dem Jahr der Finanzkrise)

Globale Anleihen

Citigroup world government

10.9%

Kern-Anleihen

Barcap aggregate index

5.2%

Cash

Three-month T-bill

1.3%

TIPS

Citigroup US inflation linked

-1.2%

Anleihen aus Schwellenländern

JPM emerging market bond index

-9.7%

Private Real Estate

NCREIF property index

-16.9%

Festverzinsliche Hedgefonds

HFRI fixed income index

-17.8%

Private Equity

Venture economics (venture and buyouts)

-20.0%

Aktien-Hedgefonds

HFRI equity hedge index

-20.6%

US-Hochzinsanleihen

Merrill Lynch high yield master

-26.3%

Small-Cap Aktien

Russell 2000

-33.8%

Rohstoffe

Dow Jones AIG commodity index

-35.7%

Large-Cap Aktien

S&P 500

-37.0%

Public Real Estate

NAREIT equity RETIS

-37.7%

Internationale Aktien

MSCI world ex US

-43.2%

Aktien aus Schwellenländern

IFC emerging markets

-53.2%

Tabelle 2. Analyse durch Lysa

 

Aktien (Sub-Klassen)

Europäische Aktien

Investitionen in europäische Unternehmen und Schutz vor Inflation

US-Aktien

Investitionen in US-Unternehmen und Schutz vor Inflation

Aktien aus anderen Industriestaaten

Investitionen in Unternehmen anderer Industriestaaten und Schutz vor Inflation

Schwellenländer

Investitionen in Unternehmen aus Schwellenländern und Schutz vor Inflation

Small-Caps

Investition in globale Small-Caps

Festverzinslichen Wertpapiere  (Sub-Klassen

Europäische Staats- und Hypothekenanleihen

Geringe Volatilität, geringe Korrelation mit Aktien und Schutz vor Deflation

Europäische indexgebundene Anleihen

Geringe Volatilität, geringe Korrelation mit Aktien und Schutz vor unerwarteter Inflation

Europäische zinstragende Unternehmensanleihen

Relativ geringe Volatilität, höhere Rendite als Staats-, Hypotheken- und indexgebundene Anleihen

Globale zinstragende Staats- und Unternehmensanleihen

Geringe Volatilität, geringe Korrelation mit Aktien und Schutz vor Deflation

Lysa inkludiert keine “alternativen” Anlageklassen, wie beispielsweise Währungen, Rohstoffe, Private Equity oder Hedgefonds, da die damit verbundenen Kosten und Risiken eine Erweiterung der Portfolio-Zusammensetzung nicht rechtfertigen.

2b. Wahl der Investmentfonds und ETFs, die die Anlageklassen und -faktoren am besten repräsentieren

 

Lysa verfügt über ein umfangreiches Anlageuniversum und kann in alle auf den etablierten Märkten gehandelten Fonds und ETFs investieren. Lysa analysiert regelmäßig Fonds und ETFs, um die Fonds und ETFs auszuwählen, die die gewünschten Anlageklassen am besten repräsentieren, entweder einzeln oder in Verbindung mit anderen Fonds und ETFs.

Im Allgemeinen vermeiden wir aktiv gemanagte Fonds und ETFs und investieren vorzugsweise in Indexfonds. Eine Vielzahl internationaler Studien hat gezeigt, dass 65-75 % der aktiv gemanagten Fonds jedes Jahr schlechter abschneiden als ihr Referenzindex. Studien zeigen auch, dass aktiv gemanagte Fonds, die den Index in einem Jahr übertreffen, ihn im darauffolgenden Jahr nicht mehr übertreffen [10]. Tabelle 3 stellt die Erkenntnisse einer Reihe bedeutender Studien dar, wonach aktiv gemanagte Fonds auf risikoadjustierter Basis jedes Jahr schlechter abschneiden als ihr Referenzindex. Lysa kennt keine vertrauenswürdige Studie, die zeigt, dass aktiv gemanagte Fonds im Durchschnitt besser abschneiden als ihr Referenzindex.

Tabelle 3: Unterdurchschnittliche Entwicklung aktiv gemanagter Fonds gegenüber dem Referenzindex

Studie

Jährliche unterdurchschnittliche Entwicklung aktiv gemanagter Fonds nach Kosten gegenüber dem Referenzindex

Barras et al. (2010)

-0.5%

 

Berk and Binsbergen (2012)

-0.7%

Fama and French (2010)

-1.0%

Kosowski et al. (2006)

-1.2%

Tabelle 3. Analyse durch Lysa

 

Die Analyse der Fonds wird nach Sub-Anlageklassen durchgeführt. Für jede Sub-Anlageklasse werden die Fonds ermittelt, die die Sub-Anlageklasse am besten repräsentieren, entweder einzeln oder in Verbindung mit anderen Fonds. Diese Analyse umfasst:

  • Fondsgebühren:
    Lysa ist darum bemüht, in Fonds mit den niedrigsten Gebühren innerhalb ihrer jeweiligen Anlageklasse zu investieren.

  • Transaktionskosten des Fonds:
    Lysa ist darum bemüht, Fonds auszuwählen, die effizient und zu niedrigen Transaktionskosten gehandelt werden.

  • Provisionen, Aufschläge und Abwicklungsgebühren:
    Lysa ist bestrebt, die mit dem Erwerb und der Veräußerung des Fonds verbundenen Kosten möglichst gering zu halten.

  • Wie der Fonds gehandelt wird:
    ETFs können zu jeder Tageszeit gehandelt werden. Ein klassischer Fonds wird einmal am Tag direkt mit der Fondsgesellschaft gehandelt. Lysa hat keine Präferenzen zwischen klassischen Fonds und ETFs. Lysa handelt nur auf etablierten Märkten.

  • Die Liquidität des Fonds und der Wert der vom Fonds verwalteten Anlagen:
    Lysa bevorzugt es, in liquide Fonds zu investieren, die ohne die Marktpreise zu beeinflussen leicht zu kaufen und zu verkaufen sind.

  • Tracking-Differenz und Tracking-Fehler:
    Lysa bewertet, wie gut der Fonds seinem zugrunde liegenden Index folgt und bevorzugt Fonds mit einer möglichst geringen Abweichung.

  • Das Fondsdomizil:
    Lysa bevorzugt Fonds, die die OGAW (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren)-Richtlinien erfüllen und von einer Genehmigungsbehörde im EWR (Europäischen Wirtschaftsraum) beaufsichtigt werden.

  • Wie der Fonds seinen zugrunde liegenden Index repliziert (physisch oder synthetisch):
    Lysa bevorzugt die physische Replikation.

  • Reputation:
    Lysa wählt nur Fondsmanager aus, die zuverlässig sind und die erforderlichen Kompetenzen für die Verwaltung eines Fonds besitzen.

  • Steuerliche Aspekte des Fonds:
    Lysa investiert in Fonds, die im EWR ansässig sind und eine optimale Steuersituation aufweisen. Die steuerliche Situation des Fonds hängt auch davon ab, auf welchem Markt er gehandelt wird, in was er investiert und ob er Dividenden ausschüttet.

 

Auf Grundlage dieser Kriterien haben wir folgende Fonds und ETFs ausgewählt:

Tabelle 4: Die von Lysa ausgewählten Fonds - Stand: April 2020. Die Liste kann sich im Laufe der Zeit ändern, wenn neue, bessere Fonds eingeführt werden

Aktien (Sub-Klassen)

Europäische Aktien

Vanguard FTSE Dev EUR UCITS ETF
Lyxor Core Stoxx Europe 600 (DR) UCITS ETF

US-Aktien

Vanguard North American UCITS ETF
Vanguard S&P 500 UCITS ETF
iShares Core S&P 500 UCITS ETF

Asien und Australien

FTSE Dev Asia Pac ex Jap UCITS ETF
FTSE Japan UCITS ETF

Schwellenländer

Vanguard FTSE EM UCITS ETF

Globale Small-Caps

Vanguard Global Small Cap Index

Festverzinslichen Wertpapiere  (Sub-Klassen)

Europäische Staats- und Hypothekenanleihen

Vanguard Euro Government Bond Index Fund
iShares Euro Government Bond Index Fund

Europäische indexgebundene Anleihen

Vanguard Eurozone Inflation-Linked Bond Index Fund

Europäische zinstragende Unternehmensanleihen

Vanguard Euro Investment Grade Bond Index Fund

Globale zinstragende Staats- und Unternehmensanleihen

Vanguard Global Bond Index Fund EUR
Vanguard Global Short-Term Bond Index Fund - EUR

Anlageklasse

Fonds/ETF

Tabelle 4. Die von Lysa ausgewählten Fonds

Mehrere dieser Fondsanbieter bieten den Vermögensverwaltern Vertriebsprovisionen für Investitionen in die Fonds des jeweiligen Anbieters. Lysa erhält niemals Provisionen. Stattdessen stellt Lysa sicher, dass die Provisionen ihren Kunden zugute kommen, indem Lysa die Gebühren um den vollen Betrag der Provision reduziert. Wenn ein Fondsanbieter eine Vertriebsprovision in Höhe von 50 % auf eine Jahresgebühr von 0,2 % anbietet, beträgt die effektive Gebühr für Lysas Kunden in diesem Fonds 0,1 %.

2c. Festlegung der optimalen Kombination zwischen verschiedenen Investmentfonds und ETFs

 

Lysas Anlagephilosophie basiert auf der Annahme, dass die Finanzmärkte effizient sind, was bedeutet, dass eine höhere erwartete Rendite ein höheres Risiko voraussetzt. Dies wird durch umfangreiche, gut fundierte Studien belegt, die zeigen, dass aktive Anlagestrategien (die darauf abzielen, höhere Renditen zu erzielen, ohne mehr Risiko einzugehen, d.h. "Alpha" zu schaffen) im Durchschnitt schlechter abschneiden oder einen wertneutralen Gewinn vor Gebühren leisten. Jedes Jahr erzielen einige aktive Manager eine höhere risikoadjustierte Rendite als erwartet, während andere eine niedrigere Rendite erzielen. Es hat sich als nahezu unmöglich erwiesen, im Voraus aktive Manager zu ermitteln, die verlässlich eine positive risikoadjustierte Rendite (Alpha) erwirtschaften. [11]. Für Anleger sind aktive Anlageformen daher in der Regel auch ohne Berücksichtigung von Gebühren unattraktiv. Keine von Lysas Portfolioentscheidungen zielt darauf ab, unterbewertete Anlagen zu identifizieren oder auf andere Weise fehlerhafte Bewertungen auf den Finanzmärkten zu erkennen.

Lysa ist davon überzeugt, dass ein ausgewogenes Portfolio für alle Anleger auf globalen Investitionen auf dem Weltmarkt beruht. Für festverzinsliche Wertpapiere hat Lysa ein Portfolio konstruiert, das auf eine geringe Korrelation mit Aktien und eine niedrige Volatilität ausgerichtet ist. Der Aktienanteil im Portfolio soll zum Erzielen einer Rendite zuständig sein, wohingegen der Anteil der festverzinslichen Wertpapiere dem Portfolio Stabilität verleihen und große Wertverluste des Portfolios in wirtschaftlich schlechten Zeiten verringern soll.

Der Anteil der festverzinslichen Wertpapiere besteht aus einer breiten Auswahl verschiedener Arten, wie beispielsweise Anleihen von Staaten, Unternehmen und anderen Organisationen.  Lysa legt großen Wert darauf, dass das Portfolio der festverzinslichen Wertpapiere eine geringe Kovarianz mit dem Aktienportfolio aufweist. Im Gegensatz zum Aktienportfolio wird ein Großteil der Investitionen auf dem europäischen Anleihenmarkt getätigt und nur ein kleiner Anteil des Portfolios wird in ausländische festverzinsliche Wertpapiere investiert. Sofern es praktikabel ist, verteilt Lysa die Risiken auch auf traditionelle, "nominale" und inflationsgeschützte, "reale" und festverzinsliche Wertpapiere sowie auf verschiedene Laufzeiten.

2d. Individualisierte Zusammenstellung geeigneter Kundenportfolios

 

Um jedem Kunden ein geeignetes Portfolio anzubieten, benötigt Lysa Kundeninformationen zu Investitionszweck, finanzieller Situation, Renditeerwartung und Risikobereitschaft. Aus diesem Grund stellt Lysa den Kunden einige Fragen und führt eine sogenannte Eignungsbeurteilung durch. Lysa kombiniert objektive Fragen wie "Wie hoch ist Ihr monatliches Einkommen?" mit subjektiven Fragen wie "Was ist Ihnen beim Sparen am wichtigsten?". Die Mischung aus objektiven und subjektiven Fragen ermöglicht es Lysa, das “Big Picture” zu sehen. Lysa führt diese Analyse auch dann durch, wenn die Antworten des Kunden einheitlich sind. Wenn die Antworten des Kunden inkonsistent sind, hat der Kunde vermutlich eine geringere Risikobereitschaft, und deshalb wird das Risiko in der empfohlenen Portfoliozusammensetzung nach unten korrigiert.

Anschließend erhält der Kunde Zugang zu einem Entscheidungshilfe-Tool, mit dem er sein Risikoniveau anpassen und den Anlageschwerpunkt wählen kann. Wählt der Kunde ein deutlich risikoreiches oder weniger risikoreiches Portfolio als das von Lysa empfohlen, so wird dem Kunden von einer Investition abgeraten, da Lysa das Portfolio für den Kunden als ungeeignet erachtet.

Um Kunden individuell angepasste, kosteneffiziente und sichere Sparanlagen anbieten zu können, verwaltet Lysa die OGAW-Fonds "Lysa Aktier" und "Lysa Global Fixed Income" (zusammen "Lysa-Fonds"). Aus Lysas Sicht repräsentieren diese Fonds eine optimale Kombination aus Sub-Klassen (Geografien und Risikoniveau). Lysa-Fonds erwerben die von Lysa in der zweiten Phase des Anlageprozesses sorgfältig ausgewählten Fonds (siehe 2b: Wahl der Investmentfonds und ETFs, die die Anlageklassen und -faktoren am besten repräsentieren). Lysas Kunden werden zu Anteilseignern der Lysa-Fonds und damit zu Miteigentümern der von Lysa ausgewählten Fonds. Lysa verwendet diese Fondsstruktur aus folgenden Gründen:

  • Es wird sichergestellt, dass der Kunde Anteilseigner an den Lysa-Fonds ist. Sollte Lysa etwas widerfahren, sind die Anlagen des Kunden in den Lysa-Fonds gesichert. Die Fonds erfüllen eindeutige und anerkannte Anforderungen.

  • Die Skaleneffekte sind sowohl bei der Verwaltung als auch bei der Überwachung kosteneffizient. Die individuelle Kaufkraft aller Lysa-Kunden wird "gebündelt", sodass die Kunden bessere Konditionen erhalten, als sie einzeln erhalten würden, was zu niedrigen Transaktionskosten führt.

  • Dies bedeutet, dass Lysas Kunden vollständig investiert sind. Da Lysas Kunden Anteile an den Lysa-Fonds besitzen, wird der gesamte in den Fonds investierte Wert wird im richtigen Verhältnis angelegt, sodass das Problem der sogenannten Bruchteilsanteile vermieden wird.

 

Durch die Kombination beider Fonds können die Kapitalanlagen jedes Kundens an der sogenannten "effizienten Grenze" angelegt werden, um die Rendite der Kunden unter Berücksichtigung der individuellen Anlagerisikobereitschaft zu maximieren.

2e. Überwachung, Rebalancierung und Aktualisierung der Kundenportfolios

 

Ein Portfolio, das Aktien und festverzinsliche Wertpapiere kombiniert, kann sich im Zeitverlauf verändern und bleibt nicht immer optimal. Dafür gibt es folgende Gründe:

 

  • Es gibt eine schnelle Entwicklung kostengünstiger Indexprodukte. Neue, bessere Fonds werden auf den Markt gebracht.

  • Marktschwankungen haben zur Folge, dass das Portfolio des Kunden von der ursprünglichen Allokation abweicht. Dementsprechend weicht das Risiko von dem gewünschten Risikoniveau ab.

  • Die Konditionen und der Anlagezweck der Spareinlagen und Kapitalanlagen des Kunden können sich ändern.

Um eine effiziente Vermögensverwaltung und ein konstantes Risikoniveau zu gewährleisten, überwacht Lysa die Anlagen des Kunden kontinuierlich. Lysa nimmt Rebalancierungen des Portfolios vor, wenn dieses von der Zielallokation abweicht und stellt so sicher, dass der Kunde ein optimales Portfolio beibehält. Eine Analyse von David Swensen, Chief Investment Officer der Yale Universität, hat gezeigt, dass neu gewichtete Portfolios im Durchschnitt über 10 Jahre eine um 0,4% höhere jährliche Rendite bei geringerem Risiko erzielten als Portfolios, die nicht neu gewichtete wurden [12]. Eine Analyse von Burt Malkiel und Charley Ellis kam über verschiedene 10-Jahreszeiträume zu einem ähnlichen Ergebnis [13].

Lysa tritt auch mit Kunden in Kontakt, deren Situation sich geändert hat. In diesem Fall kann Lysa neue Anlagevorschläge unterbreiten und das Portfolio dementsprechend aktualisieren. Lysa ist stets bestrebt, die Kundenerfahrungen und Investitionen zu verbessern. Lysas System ist flexibel, und wenn Lysa Optimierungen durchführt, kommen diese automatisch den Kunden zugute.

3. Fazit

Lysa kombiniert das Expertenwissen eines erfahrenen Investment-Teams mit einer intelligenten automatisierten Anlageplattform. Das bedeutet, dass Lysa eine effiziente Vermögensverwaltung anbieten kann, die die Rendite der Kunden auf Basis ihrer individuellen Ziele, finanziellen Situation und Risikobereitschaft maximiert. Nach Beseitigung der Interessenkonflikte zwischen sich selbst und den Kunden, kann Lysa eine Anlageoption mit geringen Gebühren, guter Diversifikation und hoher Renditeerwartung ermöglichen.

RISIKOINFORMATIONEN

Die Anlage in Wertpapieren ist immer mit Risiken verbunden. Der Wert des Fonds kann sowohl steigen als auch fallen. Sie erhalten möglicherweise nicht immer den gesamten von Ihnen investierten Betrag zurück. Die historische Wertentwicklung bietet keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.

Referenzen

Fußnoten

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  1. Markowitz (1952)

  2. Arnott et al. (2000), Bogle (2009), Malkiel (2012), Flam och Vestman (2014) and Cremers et al (2015)

  3. Markowitz (1952)

  4. Studies show that financial services provided and recommended are adversely affected by conflicts of interest and incentives. As an example, see the Swedish Consumer Agency’s report (2014:14)

  5. Markowitz (1952), Sharpe (1964), Brinson et al. (1986), Brinson et al. (1991) och Ibbotson och Kaplan (2000)

  6. See Fama and French (1992), Jegadeesh and Titman (1993, 2001).

  7. Siegel (2014), Dimson et al. (2000)

  8. Volatility is defined as the standard deviation of an asset’s return.

  9. Ang och Chen (2002)

  10. See e.g. Bogle (2009), Malkiel (2012), Arnott, Berkin and Ye (2000) and Flam and Vestman (2014).

  11. Carhart (1997)

  12. Swensen (2005)

  13. Malkiel & Ellis (2013)